Ferienhaus Micki in Tschechien




 

Ausflug zum Radhost mit dem Bike
 
 


Man sagt, wer nicht auf dem Radhost war, war nicht in den Beskiden.

Dies gilt selbstverständlich sowohl für Wanderer, als auch für Biker. Der Radhost ist mit seinen 1129 m über dem Meeresspiegel zwar nicht der höchste Berg der Beskiden, das ist der "Lysa Hora" mit 1233 m, aber dafür ein außergewöhnlicher, wunderschön anzusehender einsamer Gipfel. Er ist ein wahrer Blickfang am Westzipfel der Beskiden, welcher bei gutem Wetter schon von Vala¹ské Meziøíèí aus zu sehen ist. In Ro¾nov pod Radho¹tìm scheint er zum Greifen nah, aber wie heißt es doch - der Schein trügt - und wer ihn von seinem Sattel aus sehen will, der muss noch ordentlich in die Pedalen treten.
 

 
Zum Radhost kommt man am besten aus der Stadt Ro¾nov pod Radho¹tìm, einer angenehmen Gebirgsstadt, wo Sie zum Beispiel ein Freilandmuseum vorfinden aber auch das Haus, welches sich Martina Hingis hier bauen ließ, weil ihre Mutter Melanie Molitorová von hier stammt. Falls Sie zufällig Martina treffen sollten, gehen Sie schnell an ihr vorbei als ob nichts gewesen sei, sie ist immer noch ein sehr bescheidenes Mädchen und legt keinen Wert auf eine erhöhte Aufmerksamkeit. Nach Ro¾nov kommen Sie am besten mit dem eigenen Auto, aber auch mit dem Bus geht es ( es gibt sogar eine Direktverbindung von Prag nach Ro¾nov!). Die dritte Möglichkeit ist, mit dem Zug nach Ro¾nov zu gelangen. Bis Vala¹ské Meziøíèí fährt ein D-Zug und dann fahren Sie bis Ro¾nov mit der Regionalbahn. Am Stadtrand von Ro¾nov Richtung ®ilina befindet sich links ein Camp und ein Stück dahinter beginnt der Wanderweg zum Radhost, welcher durch rote Zeichen markiert ist.

Wenn sie bedenken, dass Ro¾nov auf einer Meereshöhe von nur knapp 400 m liegt und die Entfernung zum Radhost 8,5 km beträgt, können Sie sich sicherlich ausrechnen, was Sie erwartet: Ein Höhenunterschied von mehr als 700 m, also pro Kilometer rund 100 m Steigung. Aber so soll es sein. So eine Strecke erfordert aber auch ein gutes Fahrrad. Und nur eine Fahrt mit hoher Steigung bringt Glücksgefühle dank durch die Anstrengung erhöhtem Spiegel von Endorphinen. Zuerst müssen Sie aber auf den Berg "Èerná hora". Die ersten Kilometer sind noch asphaltiert. Und bevor Sie so richtig in Fahrt kommen, können Sie sich die lange Weile durch betrachten von Schrebergärten, Gartenlauben, Ferienhäusern und auch Villen vertreiben. Die Tatsache, dass hier Villen stehen, dürfte wohl die alte Weisheit, dass es in den Beskiden nur arme Leute gibt, aus der Welt schaffen. Wer in der größten Sommerhitze unterwegs ist, dürfte es schätzen, dass der Großteil der Strecke durch Eichen- oder Mischwälder führt. Ich war darüber auch sehr froh, weil an dem Tag an dem ich die Radtour unternahm, das Thermometer über 30 Grad im Schatten anzeigte. Es geht immer gleichmäßig bergauf. Auch dann, wenn man von der Asphaltstraße, dem roten Zeichen folgend, auf einen Waldweg abbiegt. Es liegen keine Steine im Weg, so ist eine schnelle Fahrt möglich und es bleibt auch noch Zeit während der Fahrt die Landschaft zu genießen.

In diesem Teil der Beskiden gibt es keine kahlen Waldflächen mehr, die in den 80er Jahren durch die Industrie in Polen und Ostrava entstanden waren. Durch die Beschränkungen in der Industrie ist eine sichtbare Besserung eingetreten. Der Berg "Cerna hora" (Schwarzer Berg) mit seinen 885 m über NN ist die erste bedeutende Station auf dem Weg zum Radhost. Von hier aus sind es dann nur noch ein paar Kilometer. Eigentlich müsste schon die Kapelle und der TV-Sendemast auf dem Gipfel zu erkennen sein. Und das Beste kommt ganz am Schluss, die Steigung auf den letzten paar hundert Metern, wo im Winter reger Skibetrieb stattfindet. Da ist es keine Schande, wenn man auf den leichtesten Gang schalten muss. Auf jeden Fall, tun Sie es vor Beginn der Steigung, mittendrin wäre es zu spät.

Wer auch dieses letzte Stück schafft, darf sich gratulieren und sich an einer wunderschönen Aussicht erfreuen. Entweder in die Flachebenen im Westen, oder zum höchsten Berg der Tschechischen Beskiden, dem "Lysá hora" oder auch zur Kapelle der Heiligen Cyril und Methodius. Geben Sie aber Obacht, dass Sie sich nicht erkälten. So eine Anstrengung von der Steigung hinauf kann sich gefährlich auf die Gesundheit auswirken. Darum fahren Sie nach kurzem Genießen der Aussicht weiter in das 4 Kilometer entfernte Gebirgszentrum Pustevny.

Auf dem Weg dahin kommen Sie an der Statue des Bildhauers Albin Pola¹ka vorbei, dem Radegast. Er ist der heidische Gott der alten Slawen. Heuer wird die Statue schon 70 Jahre alt. Neben ihr befindet sich ein gut bestückter Erfrischungskiosk. Wenn Sie jedoch Ihren Hunger mit etwas Besserem stillen möchten, halten Sie lieber noch bis Pustevny durch, dem bekanntesten Gebirgszentrum der Beskiden. Pustevny ist für seine wunderschönen Holzhäuser bekannt welche im Jugendstil vom Architekten Du¹an Jurkoviè erbaut wurden. Dort gibt es auch ein Hotel, eine Koliba und eine Speisegaststätte. Aber mit dem Essen bitte nicht übertreiben, Sie müssen schließlich noch den Rückweg nach Ro¾nov antreten. Für die Liebhaber von schnellen Abfahrten empfehle ich den 11 Kilometer langen Rückweg auf der Straße über Prostøední Beèva und Dolní Beèva nach Ro¾nov. Oder Sie nehmen den mit grünen Zeichen versehenen Wanderweg über Prostøední Beèva zurück nach Ro¾nov, womit Sie eine komplette Runde von insgesamt knapp 20 km bewältigt haben!

übersetzt aus dem Tschechischen von